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Gestern noch zu dämlich den PC einzuschalten und heute schon eine eigene Blogseite!!

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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Name
Stolle wie Stütze ...
In vielen Fällen lässt sich der Familienname Stolle auf einen Beruf zurückführen. Da das mittelhochdeutsche Wort "stolle" Stütze, Gestell oder Pfosten bedeutete, wurde der Name oft Zimmerleuten gegeben. Im Mittelniederdeutschen meinte das Wort "stolle" indes Bergwerk und konnte somit auch für den Bergarbeiter stehen. Darüber hinaus kann der Name eine übertragende Bedeutung haben. Dann hat er ursprünglich eine Person bezeichnet, die stämmig oder unbeholfen wirkte. Stolle lässt sich aber auch als Wohnstättenname deuten, wenn diese durch eine Spitze oder einen Zacken gekennzeichnet war. Und letztlich kann der Nachname von Orten namens Stollen stammen, solche gibt es beispielsweise in Baden-Würtemberg und Bayern.
Varianten, die sich ebenfalls auf die erwähnte Berufsbezeichnung zurückführen lassen, sind die Namen Stollenwerk und Stollwerck.
07.01.2008, 18.00 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL
Der Name Jahr ...
Das neue Jahr hat gerade begonnen. Doch Jahr ist nicht nur die Bezeichnung eines Zeitraumes von 365 Tagen, sondern auch ein Familienname. Dieser kann zwei verschiedene Ursprünge haben. Einerseits kann er eine Kurzform des slawischen Rufnamens Jaroslav sein und dieser ist seinerseits zusammengesetzt aus den Bezeichnungen für "kühn, stark, zornig, streng" und "Ruhm, Ehre". Andererseits kann der Familienname vom mittelhochdeutschen oder mittelniederdeutschen Wort "jar" abstammen, das Jahr bedeutet. Dafür gibt es wiederum zwei Deutungsmöglichkeiten. Die mittelhochdeutsche Bezeichnung "ze sinen jaren kommen" meint "mündig werden". Und im mittelniederdeutschen gibt es die Formulierung "jar unde dach". Gemeint ist eine rechtliche Frist von einem Jahr, sechs Wochen und drei Tagen. Diese Zeitspanne mußte ein Höriger unangefochten in einer Stadt verbracht haben, um die Freiheit von seinem Grundherren zu erlangen. War dies jemanden gelungen, erhielt er danach möglicherweise den Zunamen "Jahr".
02.01.2008, 18.26 | (0/0) Kommentare | PL
Der Familienname ...
Lenz ist in vielen Fällen als Kurzform aus dem Rufnamen Lorenz entstanden. Manchmal lässt sich der Name auch auf das mittelhochdeutsche Wort "lenz" zurückführen, das Frühling bedeutet. Dies konnte sich bei der Namensbildung beispielsweise auf den Geburtstag des Trägers beziehen oder auf einen Zinstermin. Darüber hinaus kann der Familienname ebenfalls auf den Ort verweisen, aus dem sein Träger stammte. So gibt es Orte namens Lenz unter anderem in Oberfranken, Sachsen, Pommern und in der Schweiz.
Varianten des Namen Lenz lauten Lentz, Lenze oder Lenzen. Bekannte Namensträger sind der Sturm-und-Drang-Schriftsteller Jakob Michael Lenz (1751 - 1792) der unter anderem die Dramen "Die Soldaten" und "Der Hofmeister" verfasste, sowie der zeitgenössische Autor Siegfried Lenz (So zärtlich war Suleyken, Deutschstunde).
21.12.2007, 08.34 | (0/0) Kommentare | PL
Gärtner ...
Es gibt viele Familiennamen, die ihre Herkunft bereits ohne Erklärung verraten. Dazu gehört der Name Gärtner. Der Beruf, der auch heute beliebt und weit verbreitet ist, gab es offensichtlich schon sehr lange. Denn der Familienname Gärtner leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort "gartenoere" beziehungsweise "artnoere" ab, was einfach Gärtner oder auch Weingärtner bedeutet. Im Frühneuhochdeutschen findet sich zudem das Wort "gertner", das einen Ackerbürger meint, also einen Bauern, der ohne Vieh wirtschaftete. So bezeichnete der Familienname Gärtner ursprünglich nicht nur denjenigen, der im Garten arbeitet und Blumen züchtet, sondern auch denjenigen, der Obst und Gemüse anbaut, um es zu verkaufen. Eine Variante des Namens ist Gartner.
Bereits für das Jahr 1387 ist der Name belegt, denn in einem Regensburger Dokument aus diese Zeit ist der Name Moerchel Gartenoer verzeichnet.
11.12.2007, 16.16 | (0/0) Kommentare | PL
Der Name ...
... Scholl lässt sich in einigen Fällen auf das mittelhochdeutsche Wort "schol" zurückführen, das sowohl schuldig als auch Schuldner, Urheber oder Anstifter bedeutete. So verwies die Namensgebung auf eine begangene Straftat. Meistens deutet der Name aber auf eine alte Berufsbezeichnung hin. Er stammt dann vom mittelniederdeutschen Wort "scholle" beziehungsweise "schulle" ab, das für Rasenstück oder Erdklumpen steht. Der entsprechende Namensträger war Bauer. Im übertragenen Sinn konnte Scholl auch einen besonders plumpen Menschen bezeichnen.
Bekannte Namensträger des 20. Jahrhunderts sind die Geschwister Hans und Sophie Scholl, die während der Nazi-Zeit Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose waren. Sie wurden im Februar 1943 verhaftet, als sie in der Universität München Flugblätter verteilten und wenig später zum Tode verurteilt und hingerichtet.
09.12.2007, 13.55 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Sulzer ...
war ursprünglich meist ein Berufsname. Abgeleitet von dem mittelhochdeutschen Wort "sulze" beziehungsweise "sülze", das Salzwasser bedeutete, wurde der Begriff "Sulzer" früher als Bezeichnung für einen Salinenarbeiter verwendet. Zudem konnte sich der Name auf das mittelhochdeutsche Wort "sulzen" oder "sülzen" beziehen. Es hieß einsülzen. Ein Sulzer war dann ein Hersteller von Sülze. Und schließlich konnte Sulzer auch einen Gefängniswärter meinen.
Darüber hinaus kann Sulzer aber auch als Wohnstätten- oder Herkunftsname verstanden werden. Dies ist der Fall, wenn sich der Name auf den geläufigen Flurnamen Sulz oder Sulze bezog und somit jemanden bezeichnete, der an einer Salz- oder Wildlache lebte. Außerdem lässt sich Sulzer in einigen Fällen von Ortsbezeichnungen ableiten. In Frage kommen Orte namens Sulz in Bayern, Baden-Württemberg, Österreich oder die Schweiz sowie Ober-Sulz im Elsass oder Slza in Thüringen.
Ein bekannter Namensvertreter war der Philosoph Johann Georg Sulzer, der im 18. Jahrhundert lebte und unter anderem die "Allgemeine Theorie der schönen Künste" verfasste.
21.11.2007, 12.55 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Der Name Hagen ...
... hat mehrere mögliche Ursprünge. Als Wohnstättenname bezieht er sich entweder auf das mittelhochdeutsche Wort "hagen", das einen Dornbusch oder einen eingefriedeten Ort meint oder auf das mittelhochdeutsche "hage". Dieser Begriff ist zu übersetzen als Hecke, Zaun oder eingehegtes Grundstück. Hagen kann darüber hinaus eine Herkunftsbezeichnung sein. Orte namens Hagen gibt es in Nordrhein-Westfalen und mehreren anderen Bundesländern. Heutige Ortsnamen wie Haag, Hahn, Hain oder Haina können ebenfalls ursprünglich von dem alten Wort "hagen" abstammen und somit auch in Frage kommen.
Ein weiterer möglicher Ursprung für den Familiennamen ist der alte deutsche Rufname Hageno, dessen Kurzform er sein kann. Und schließlich kann sich Hagen auch vom mittelhochdeutschen Wort "hagen" ableiten, das Stier oder Zuchtstier heißt. Namensträger wurden dann Stierhalter oder -züchter.
EIne bekannte Namensträgerin ist die Sängerin Nina Hagen.
19.11.2007, 09.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Der Familienname ...
... Rehm kann sich auf das mittelniederdeutsche Wort "ram" beziehen, das einerseits Stütze oder Gestell bedeutet, andererseits den Rahmen zum Stricken oder Weben meint. Den Namen Rehm konnten also Seidenstricker und Weber tragen, ebenso Zimmerleute, Pergamenthersteller, Buchdrucker und Nadler. Denn sie alle benötigen entsprechende Gestelle für ihre Arbeit.
Der Name kann jedoch auch vom mittelniederdeutschen Wort "renne" abstammen, das Riemen oder Band bedeutet. Dann ist der Riemenschneider Namensträger. Zugleich kann Rehm ein Wohnstättenname für jemanden sein, der an einer streifenförmigen Fläche lebte. Und schließlich ist Rehm möglicherweise ein Herkunftsname, der sich auf die Orte Rehm in Schleswig-Holstein, Rehme in Nordrhein-Westfalen oder Rehmen in THüringen bezieht.
30.10.2007, 08.18 | (0/0) Kommentare | PL
Mandel ...
... ist ein Familienname, der sich auf ganz unterschiedliche Ursprünge zurückführen lässt. Zunächst kann er ein Herkunftsname sein und beispielsweise auf den rheinland-pfälzischen Ort Mandel oder auf Orte namens Mandeln in Hessen beziehungsweise Ostpreußen verweisen. Darüber hinaus kann sich der Name auch auf das mittelhochdeutsche Wort "mandel" beziehen, das, wie zu erwarten, die Steinfrucht Mandel bezeichnet. Verkäufer und Verarbeiter von Mandeln trugen den Namen als Berufsnamen. Mandel kann zudem als Berufsname eines Bauern gedeutet werden. Dann liegt ihm das mittelniederdeutsche Wort "mandele" zugrunde. Dieses meinte eine Menge von 15 Getreidegarben.
Eine ganz andere Herleitung des Namens findet sich im Süddeutschen, wo er auf das Wort "mändel" zurückgeführt werden kann. Es bedeutet Männlein oder Zwerg. In diesem Fall erhielt ein Mensch, der auffallend klein war, den Nachnamen. Und schließlich kann der Familienname die verkürzte Form eines Rufnamens wie Manhardt oder Hermann sein. Im Jüdischen geht der Name meist auf eine Kurzform von Immanuel zurück.
29.10.2007, 10.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Doppelnamen ...
Die Tante einer Freundin heißt GEIL mit Nachnamen. Jetzt hat sie heute einen Herrn SCHNELL geheiratet - auf einen Doppelnamen haben die beiden verzichtet ...
27.10.2007, 11.39 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

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Emmy






