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Ausgewählter Beitrag
Abergläubische ...
Entenzüchter richteten einst stets einen wachsamen Blick auf ihre Tiere - und auf den Himmel. Es hieß,wenn die Vögel brüteten und in dieser Zeit ein Gewitter aufziehe, müsse man schnell einen Kessel in die Nähe des Nestes stellen. Der Topf sollte den Schall des Donners auffangen, sonst, so befürchteten die Menschen, würde der laute Knall die Entenküken erschlagen.
Empfindlich reagierten angeblich auch ausgewachsene Enten auf Klimaveränderungen. Auf jeden Fall wurden sie gerne als Wetterpropheten verstanden. Es hieß, wenn Enten laut schnattern, gebe es Regen. Ein möglicher Grund dafür: "Die "natt-natt-Laute" der Vögel wurden als "nass-nass" gedeutet. Aber auch wenn die Vögel oft untertauchten und sich fleißig putzten, solte es bald schütten. Wenn eine Ente von Norden angeflogen kan, wurde es angeblich kalt. Näherte sie sich von Süden aus, stand das für milde Tage.
Doch nicht nur als geflügelter "Wetterfrosch", auch für die Herstellung - aus heutiger Sicht dubioser - Heilmittel mußten die schnatternden Vögel herhalten. So sollte ihr Blut Gifte im Körper unschädlich machen können. Entenfett sollte die Nerven beruhigen und Husten vertreiben. Weniger blutig war ein magisches Rezept, das jungen Bräuten empfohlen wurde: Die geringelte Schwanzfeder eines Enterichs, die die angehende Ehefrau sich in den Schuh legte, sicherte ihr künftig die Herrschaft über den Gatten. So zumindest erzählten es sich abergläubische Zeitgenossen.
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