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Kommentare zu diesem Beitrag
So möcht ich nicht begraben sein
Das sag ich euch: so möcht ich nicht begraben sein,
daß eine gute Mutter meine Erde pflegt.
Nicht unter Rosen liegen, auch nicht unter einem
Marmorstein,
will, daß man nichts auf meinen Körper legt.
Ich will so offen liegen, daß mich die Hunde kriegen
und meine Lippen weiß sind wie die Luft.
Will wie ein Bock auf meiner Erde liegen.
Was soll ich unfrei sein in einer Gruft.
Will liegen wie ich falle. Ich verzichte
auf diesen letzten Beistand eurer Heuchelei.
Gestattet, daß ich dies Geschäft allein verrichte.
Kein Nachgesang: Ich war einmal und bin vorbei.
Ich bin getilgt. Ihr habt euch um mein Leben
doch keinen Furz gekümmert. Warum dann um meinen Tod.
Ihr müßt euch keinen letzten Anstrich geben.
Der Körper steift sich und das Blut ist nicht mehr
rot.
Die Augen werden aus den Höhlen treten.
Und meine Füße werden etwas kühl.
Ich hab euch früher mal um eure Hand gebeten.
Das ist vorbei. Es stirbt auch das Gefühl.
So will ich neben jedem Nichtsnutz liegen,
dem ich die krumme Faust und das Gesicht
entgegenrecke.
So werd ich euch ein letztes mal noch lieben,
in dem Moment, in dem ich dann verrecke.
Das sag ich euch: so möcht ich nicht begraben sein.
Kein Leichenunternehmer, kein Bestattungsfest.
Den Herrn in seinem schwarzen Gehrock laßt daheim.
Ihr solltet alles lieben, nicht den Rest.
Gehört von und gelesen in :
Eine ganze Menge Leben ; Konstantin Wecker
So möcht ich nicht begraben sein ;
Polydor Stereo 2371 900
Jetzt überleg ichs mir doch noch mal !
:mond:
vom 10.09.2009, 23.59
Hier liegen Sie richtig!
vom 10.09.2009, 21.30
Ach, die ist es also, die den Sommer bestattet. Da kannste nichts machen, alles geht mal vorbei.
vom 10.09.2009, 19.38

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Emmy









Den Kalender hätt ich gern.
Mögl. auch den von 2010
vom 11.09.2009, 00.28