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Ausgewählter Beitrag
Der Geist im Weinfass ...
Lief früher ein Weinfass über, so sagten abergläubische Menschen, im folgenden Jahr werde es einen reichen Herbst geben. Offenbar stellte man sich vor, in den Fässern, in denen Wein und Bier gärten, seien lebendige Kräfte tätig. Wenn der Hausherr (und Fassbesitzer) starb, mußte dieser Trauerfall den Geistern mitgeteilt werden: durch Klopfen oder Rütteln am Fass.
Darüber hinaus rankte sich um Wein-, Bier- und Butterfässer noch weiterer Aberglaube. Es hieß, wenn der Metallreifen sich plötzlich vom Fass löse, stehe ein Todesfall bevor. Wenn man einen Reifen von dem Behältnis jedoch nutze, um den Hühnern darin das Futter auszustreuen, würden die Tiere zusammenbleiben und besser legen.
Der Hahn des Fasses sollte am besten aus dem Holz einer Birke gefertigt werden, neben der ein Ameisenhaufen gestanden hatte. Dann, so erzählte man sich, würde der Wein gut fließen und man könne schnell ausschenken ...
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Emmy







