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Gestern noch zu dämlich den PC einzuschalten und heute schon eine eigene Blogseite!!

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Ausgewählter Beitrag
Kaum zu glauben ...
Es geht hier um die Hintergründe des Polterns bei Hochzeiten. Um einem jungen Brautpaar gute Wünsche mit auf den Weg ins Eheleben zu geben, trugen die Hochzeitsgäste früher gern Geld im Schuh oder legten dem Paar Münzen ins Bett und Weizenkörner in die Taschen. Die Braut mit Getreide zu bestreuen, sollte Fruchtbarkeit beziehungsweise Wohlstand bringen. Allerdings durfte für dieses Ritual kein Mohn verwendet und in die Brautschuhe gekippt werden. Denn Mohnkörnchen können laut Aberglauben Kinderlosigkeit bewirken. Um, ganz das Gegenteil für das Paar viel Nachwuchs zu erbitten, kam es früher vor, dass der gesamte Hochzeitszug eine Runde um eine Wiege drehte.
Mit Lärm - zum Beispiel Peitschenschlägen oder Schüssen in die Luft - wurden böse Geister und neidische Dämonen vertrieben. Das war auch ein Ziel des Polterabends, bei dem die Scherben des laut scheppernd zerschlagenen Porzellans zusätzlich Glückbringen sollten. Jedoch durfte dabei kein Glas zertrümmert werden, da das laut Volksglauben Unglück bringt. Die Scherben sollten von den angehenden Brautleuten zusammen gekehrt werden.
Da der Hochzeitstag so ein wichtiges Datum war und ist, bewahrten die Menschen nicht nur ihr Hochzeitskleid auf, sondern auch Kranz, Kerzen sowie ein paar Krumen vom Festtagsgebäck, um sie für künftige Heil- und Zauberzwecke zu verwenden. Besondere Wirkmacht kam angeblich dem Ehering zu. Er durfte weder zerbrechen noch verloren gehen oder erneutert werden. Mit dem Ring sollten sich Krämpfe, Gerstenkörner und Zahnweh heilen lassen. Übrigens war es bei Hochzeiten üblich, dass neben dem großen Kuchen ein Junggesellenkuchen aufgetischt wurde. Um ihn stritten sich die ledigen jungen Frauen. Welche von ihrnen das größte Kuchenstück ab bekam, die sollte als Erste einen Bräutigam finden.
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Emmy








vom 07.03.2010, 09.48