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Gestern noch zu dämlich den PC einzuschalten und heute schon eine eigene Blogseite!!

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Ausgewählter Beitrag
Weihnachtlicher Stress ...
Der Wecker klingelt. „Ach Du Schande, nicht schon wieder“, denke ich. „Jetzt noch einmal umdrehen, das wäre es jetzt“ Aber nein, die Arbeit ruft. Ich raffe mich auf und mache mich fertig. Auf dem Weg nach unten wird mir klar, es ist nun wirklich bald soweit.
Mutter hat ihren „Ich muss alles dekorieren“ Wahn bekommen. Ich renne die Treppe runter und stolpere über den Nikolaus, den Schneemann und den Weihnachtsstern, mit denen Muttern den Absatz der Treppe dekoriert hat. Aber Gott sei dank konnte ich mich an der künstlichen Tannengirlande festhalten, die um das Treppengeländer geschlungen ist. Da diese Girlande aber aus Plastik ist, komme ich mit leichten Verbrennungen der Hand und leichten Schnittwunden vom Draht davon. Hey, lieber so als gebrochene Knochen.
Ich steige in mein Auto und fahre los. Als ich dann an der Ampel stehe und darauf warte, dass diese grün wird, schaue ich mich um. Ich bewundere die beleuchteten Weihnachtsmänner in den Gärten und erfreue mich an den wunderschönen Weihnachtsdekorationen, die die Fenster schmücken. Wenn ich mich so umschaue, frage ich mich echt, wie die Leute die Stromrechnung bezahlen wollen, aber mir ist es ja egal, ich muss es nicht zahlen.
Ich fahre weiter und weiter und werde langsamer. Das Haus auf der linken Seite sieht aus, als wäre ein LKW mit Weihnachtsdekoration über dem Haus explodiert. Als ich feststelle, das dies kein Unfall ist, sondern gewollt, fahre ich Richtung Büro weiter. Unterwegs begegne ich noch 2 Weihnachtsmännern, von der Größe eines Einfamilienhauses. Auf dem Parkplatz des Büros steige ich aus und schon lächelt mich das Renntier an, das Kunstvoll an die Eingangstür gelehnt wurde. Nun gut, ich lasse das Renntier links liegen und gehe in mein Büro. Dort steht nur ein kleines Gesteck mit einer Kerze auf dem Tisch.
Gut, also hat meine Beschwerde doch was gebracht. Ich glaube, mein Chef hat verstanden, das ich in meinem Büro keine 20 Weihnachtssterne, 10 Nussknacker und 5 Gestecke brauche. Ok. ich bin dran, die Post abzuholen. Ich begebe mich zur Postfiliale und bewundere die Weihnachtsdekoration der Geschäfte. Nun verstehe ich es.
Die Preise für die Produkte wurden nicht angehoben, weil die Grundstoffe so teuer waren, sondern damit man sich im Winter die Dekoration leisten kann. 2000 Lichter die einem fröhlich entgegen scheinen, haben genau den gleichen Effekt, wenn man mit einer Lupe in die Sonne schaut, sprich: man sieht gar nichts mehr. Gut also muss ich mich auf meinen Tastsinn verlassen. Der Vorteil an dem ganzen ist, ich hatte schon seit August die Möglichkeit, mir das Bild einzuprägen, dass ich zwischen dem Spekulatius und den Lebkuchenherzen her muss. Jetzt bloß aufpassen, dass ich die Weihnachtssterne und Adventskalender nicht umrenne.
Geschafft! Haha von wegen, die Schweine haben einfach direkt im Weg 20 Paletten mit Glühwein aufgestellt. Toll, hätten die das nicht auch schon im August machen können, wie mit dem Rest?! Post in die Tasche und ab durch die Mitte.
Auf dem Rückweg bin ich schlauer. Ich suche meine Sonnenbrille aus der hintersten Ecke des Autos. So kann ich wenigstens Auto fahren, ohne das ich von der Weihnachtsdekoration der Geschäfte und Häuser geblendet werde. So ist es besser, ich werde zwar blöd angeguckt, aber ich lasse mich lieber blöd angucken, als wenn ich nichts sehe.
Wieder heil im Büro angekommen setzte ich mich wieder an die Arbeit. Weiter bemerkt man nicht, dass bald Weihnachten ist, bis auf die Tatsache, dass die Kunden jetzt schon anrufen und daran erinnern, dass alle Unterlagen auf jeden Fall pünktlich bis zum 31.12 vorliegen. Dass der zweite Advent noch nicht einmal vorbei ist, interessiert hierbei nicht einmal. Gut, aber des Kundenwunsch ist nun einmal mein Himmelreich oder so was in der Art.
Kaum Zuhause angekommen fällt mir auf, das ich meinen Kumpels versprochen habe, das wir heute Abend ne Runde Karten spielen. Das heißt im Klartext, noch einmal los Bier und Knabberzeug kaufen. Ich fahre also los.
Als ich auf den Parkplatz des Supermarktes fahre, sehe ich schon, dass es bald soweit ist. Sämtliche Verkehrsregeln werden außer Kraft gesetzt. Gut also handeln wir nach dem Motto „Wer zuerst kommt malt zuerst“, ich hoffe meine Versicherung sieht das auch so. Ich stehe in der Parklücke und höre gar nicht auf das Fluchen der anderen, die auf der Suche nach einem Parkplatz sind. Ich schlendere Richtung Eingang.
Aha, der erste Weihnachtsbaumverkäufer steht schon parat. Ich kann gerade so der Verlockung widerstehen, mir jetzt schon einen Baum zu kaufen. Ich erledige meine Einkäufe. Als ich dann die Kiste Bier im Wagen haben, mir zwei Tüten Chips gekauft habe, bezahle ich brav und lade alles in mein Auto.
Ich wundere mich, dass der Supermarkt seit August die Weihnachtssachen mittlerweile zum 6 Mal umgeräumt hat, wie soll ich denn dann zur gegebener Zeit alles finden?! Aber nun gut, ich habe erst einmal alles, was ich heute Abend brauche.
Auf dem Rückweg beschließe ich, meine Versicherung anzurufen, ob meine Autoversicherung bis 10.000.000 € oder doch nur mit 5.000.000 € für Sachschäden haftet. Falls es nur 5.000.000 € sein sollten, werde ich ihn bitten, die Versicherung hoch zu setzen, denn es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich vor Weihnachten einkaufen muss.
Wieder zu Hause setze ich mich an den Küchentisch und esse etwas. In der Zeit gucke ich in die Zeitung. Ja wunderbar, bei Saturn alles -20% und bei Karstadt gibt es einen Sonderrabatt von 5% auf den gesamten Einkauf. Das nebenan das Haus durch die Weihnachtsdeko abgebrannt ist, ist auch nichts Neues. Und da, der nächste Wettbewerb „Die schönste Weihnachtsdekoration“.
Ich frage mich echt, wie oft unser Nachbar noch gewinnen will. Es klingelt, endlich meine Kumpels sind da und ich kann dem Weihnachtswahn entfliehen. Denkste. Nicht die Ergebnisse des letzten Spieltages der Bundesliga sind das Thema sondern es heißt nur, was schenke ich meiner Freundin nur zu Weihnachten. Na toll, aber nun ja, ich bin nun mal höflich und höre Ihnen zu und mache Vorschläge. Als meine Kumpels dann weg sind, räume ich auf und gehe ins Bett.
Endlich kann ich auch wieder vernünftig sehen, die letzten Lichtblitze sind endlich verschwunden. Ich gehe also in mein Zimmer, mache das Licht an und ziehe mich um. Als ich mich ins Bett lege und das Licht ausmache, wundere ich mich nur. Es ist Taghell! Hab ich mich so mit der Zeit vertan? Nein, eigentlich nicht. Ich schaue auf meinen Wecker. 23:49 Uhr. Was zum Teufel ist das denn? Ich stehe auf, schaue aus dem Fenster. Ach, ich habe es vergessen. Unser Nachbar hat in einem feierlichen Rahmen seine Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Als ich das Lichtermeer sehe, verstehe ich endlich, warum er im Sommer ein kleines Kraftwerk in seinem Garten gebaut hat.
Ich schreibe noch schnell einen Einkaufszettel für morgen. Dicke Vorhänge, eine Schlafmaske und Ohrenstöpsel. Nun kann ich endlich schlafen. Und schon während ich einschlafe, freue ich mich auf den nächsten Tag, an dem ich auf hunderte, in Weihnachsstimmung verfallene Personen treffen werde.
FROHE WEIHNACHTEN!!!!!!
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Emmy







