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Ausgewählter Beitrag
Zeit der Rübensaat ...
St. Kilian ist der rechte Rübenmann, lautet eine Bauernregel zum 8. Juli. Auch riet man früher: "An St. Kilian säe Wicken und Rüben an". Der Name Kilian stammt aus dem Keltischen und heißt "Mann in der Zelle", was vermutlich auf einen Mönch in Klausur verweist. So erzählt die Legende, dass sich der aus einer vornehmen irisch-schottischen Familie stammende Kilian im siebten Jahrhundert der Klosterregel von Kolumban anschloss und zunächst in der Einsamkeit studierte. Als Glaubensbote kam er später nach Franken und wurde Bischof von Würzburg. Wie die Überlieferung berichtet, schätzte das Volk Kilian und seine Mitstreiter zunächst vor allem wegen ihrer Kenntnisse in Ackerbau, Holzwirtschaft und Viehzucht. Kilian soll dann den Herzog Gozbert getauft und von ihm verlangt haben, sich von der Witwe seines Bruders, Gailana, zu trennen, da eine solche Ehe nach kirchlichem Recht nicht erlaubt war. Laut Legende hat Gailana aus Rache den Bischof und zwei seiner Gefährten ermorden lassen. Kilian ist Patron von Würzburg und von Franken, er gilt als Schutzheiliger gegen Augenleiden, Gicht und Rheumatismus.
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